Rückkehrberatung und Rückkehrhilfen


Der Caritasverband für das Bistum Essen verbindet seit einigen Jahren Rückkehrberatung im Rahmen der Migrationdienste mit Hilfen bei der Re-Integration in den jeweiligen Heimatländern.
Diese Re-Integrations-Programme werden durch die Büros der Caritas in Bosnien und Makedonien in enger Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungs-Organisationen in verschiedenen Ländern Süd-Ost-Europas durchgeführt.

Zielgruppen dieser Projekte sind Personen mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus, also z.B.

- abgelehnte Asylbewerber,
- freiwillige Rückkehr von Kriegsflüchtlingen mit Bleiberecht,
- freiwillige Rückkehr aus familiären Gründen im Heimatland,
- Fachkräfte nach Abschluss von Ausbildung oder Studium.

Hilfen bei der Rückkehr sind unterschiedlich:
Beihilfe zu Reise- und Umzugskosten, Rechtsberatung im Heimatland (insbesondere Wohneigentum, Registrierung, Personenstandswesen), Förderung der Arbeitsaufnahme oder Existenzgründung, soziale Hilfen für Familien, Kinder und Jugendliche (z.B. bei der schulischen Integration). Gefördert wurden und werden diese Programme aus Mitteln des „Europäischen Flüchtlings-Fonds“ (über das Bundesamt für Migration), der „Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV)“ und anderer Programmlinien, z.B. der Europäischen Kommission.

Die meisten Programme sehen allerdings vor, dass ein Eigenanteil der Träger der Maßnahmen bei den Hilfen notwendig ist, die über Reise- und Umzugsbeihilfen hinaus gehen.

In Anlehnung an weitreichende Programme des Senats von Berlin und der Stadt München organisieren wir seit ca. zwei Jahren ein Programm mit der Stadt Essen zur freiwilligen, und damit in den meisten Fällen vorzeitigen, Rückkehr von Migranten aus Serbien-Montenegro. In einigen anderen Städten gab es ähnliche Programme. Die Städte und Gemeinden stellen einen Teil der notwendigen sozialen Aufwendungen für Rückkehr-Projekte zur Verfügung, so dass eine bedingt wirksame Unterstützung bei der Re-Integration erfolgen kann.
Details bedürfen einer Abklärung und Berechnung auf der Basis von Förderungs-Maßnahmen der Internationalen Organisationen.

Der Caritasverband für das Bistum Essen hat bereits in der Vergangenheit den sozialpolitischen Ansatz vertreten, dass ein unbedingtes und ausschließliches Beharren auf ein Bleiberecht nicht den Bedürfnissen der Migrantinnen und Migranten entsprechen kann. Wir möchten daher auch anderen Städten die Beteiligung an derartigen Rückkehrprojekten anbieten.