Beratungshilfen
und Netzwerk-Aktivitäten bei der freiwilligen Rückkehr von Personen
aus Süd-Ost-Europa (außer Kosovo) sowie Re-Integrationshilfen im Herkunftsland
(vorrangig für Jugendliche und junge Erwachsene |
1. Nach wie vor besteht ein Defizit hinsichtlich der Vernetzung von Organisationen und Initiativen im Bereich der Migration bei Maßnahmen der freiwilligen Rückkehr und der damit verbunden Re-Integration. Während der Projektphase zeigte sich das Defizit sehr deutlich. In erster Linie kamen Kontakt, Anfragen und Bitten um Hilfs- oder Betreuungsmaßnahmen über die Bekanntheit der Struktur unseres Verbandes zustande. D.h., Andere Verbände, Organisationen und Initiativen erfuhren durch die Öffentlichkeitsarbeit während und durch das Projekt von den "Außen- oder Partnerbüros" in Bosnien, Serbien und Makedonien, mehr aber noch durch zufällig entstandene Informationswege über die Aktivitäten von Beratung und Re-Integrations-Hilfen. Es kam somit zu einer Beratung der "Berater", deren Umfang weit über die ursprüngliche Planung hinaus ging. Gleichwohl zeigten diese Aktivitäten, wie groß der Bedarf einer weiterführenden Hilfe vor Ort ist. 2. Von einer Gleichwertigkeit bei den Maßnahmen von Integration und Re-Integration ist die Sozialarbeit im Feld der Migration noch weit entfernt. Die Erfahrung, die
während der Projektzeit erweitert wurde, zeigt, dass in der Sozialarbeit,
sowohl bei den Organisationen der freien Wohlfahrtspflege als auch bei
den freien Initiativen, eine tief greifende Skepsis gegenüber Re-Integrationsprogrammen
vorhanden ist. Re-Integrationsprogramme werden noch immer als "verbrämte
Abschiebung" betrachtet. Erst wenn eine Abschiebung unmittelbar
bevorsteht, werden Organisationen eingeschaltet, die Hilfe im Herkunftsland
anbieten. Aufgrund der vorhandenen, völlig unzureichenden personellen
und finanziellen Kapazitäten, ist eine unmittelbare Hilfe meist nicht
möglich. Dieser Zustand wird dann aber argumentativ gegen Re-Integrationsprogramme
verwendet. Somit werden Programme der freiwilligen Rückkehr in mehrfacher
Hinsicht beeinträchtigt. Bei der Ankunft im Herkunftsland entsteht für die Rückkehrer das Gefühl der völligen Leere. Es gibt in den - vom Projekt betroffenen - Ländern keine Stelle, weder staatlich noch zivilgesellschaftlich, an die sich Rückkehrer wenden können. Vor der Ausreise ist diese Erwartung noch bedrohlicher und verhindert, rechtzeitig über eine freiwillige Rückkehr nachzudenken oder gar zu planen. Dringend notwendig ist daher der Aufbau eines Netzwerkes von zivilgesellschaftlichen Organisationen, die die Sozialarbeit für Rückkehrer übernehmen können. Die Ersthilfen,
die im Programm vorgesehen waren, stimmten mit den Bedürfnissen überein: Notwendig werden
sein: |