Politik


SONSTIGES

April 2008

Jährlich 40 Tote durch Minen
Auf dem Gebiet von Bosnien & Herzegowina sind 1755 Quadratkilometer "verdächtige Flächen" - sie dürften von Minen verseucht sein. Aber bisher, dreizehn Jahre nach Ende des Kriegs, sind erst 85 Quadratkilometer entmint worden. Dabei sind 38.000 Minn und 30.000 von noch nicht explodierten anderen Sprengkörpern gefunden worden. Und in den von Minen verseuchten Gebieten sind noch immer 900.000 Menschen direkt in ihrer Sicherheit bedroht...
Du¹an Gavran, Direktor des Zentrums für Entminung in BiH, hat noch mehr Zahlen parat: Seit dem Jahr 1996 sind in BiH 480 Menschen von Minen getötet worden - statistisch gesehen, sind es jedes Jahr 40 Menschen. Den Fortschritt bei der Entminung behindert der Mangel an Geld. "Wir haben genug Leute und die entsprechende Ausrüstung, aber wir konnten die bisherigen Pläne wegen Geldmangels nicht erfüllen. Zur Umsetzung unserer Pläne bräuchten wir 80 Millionen Mark jährlich. Unseren neuen Plänen zufolge wird das Ziel - Bosnien ohne Minen - erst im Jahr 2019 erreicht", so Gavran.
Siebzig Prozent der nötigen Mittel kommen von Donatoren; der Staat stellt neuerdings etwa 22 Millionen Mark zur Verfügung, die aber nicht nur dem Zentrum für Entminung zugute kommen, sondern auch der Armee und dem Zivilschutz allgemein.

Chinesen ziehen sich aus BiH zurück
Die ungünstigen Wirtschaftsverhältnisse in BiH sind der Grund, dass man in den vielen chinesischen Billigläden immer mehr einheimische und dafür immer weniger chinesische Verkäufer sieht - die Chinesen gehen nämlich weg und sehen sich nach anderen Ländern um.
Seit 1997 sind chinesische Händler nach BiH gekommen. Derzeit haben 778 einen bewilligten Aufenthalt in BiH, davon leben 180 ständig hier.

Oktober - November 2007
Entminung - eine Geldfrage
"Den Moment, in dem die Explosion hört und sein eigenes Kind im Blut sieht, diesen Moment kann man nicht beschreiben. Ich habe das erlebt, nach meiner Rückkehr auf mein Land in der Gemeinde Vogo¹æa" (Kanton Sarajevo), sagt Alma Aliæ. Sie lebt mit ihrer Familie nur 15 Meter entfernt von einem Minenfeld.
Eine Million Menschen ist in Bosnien noch immer direkt von Minen bedroht, verlautet aus dem BiH-Zentrum für Entminung. Insgesamt ist eine Fläche von nahezu 2000 km2 vermint, für die Entminung ist eine Milliarde Mark nötig. Im Jahrzehnt nach dem Krieg sind 1594 Menschen durch Minen ums Leben gekommen. Während anfangs die meisten Opfer Kinder waren, sind es in den letzten Jahren mehr Erwachsene: Sie begeben sich in gefährliche Gebiete, um die Existenz ihrer Familien zu sichern... Der staatlichen "Anti-Minen-Strategie" zufolge sollen bis 2009 alle Risikogebiete dauerhaft markiert werden - nicht etwa entmint. Bis Ende 2007 will man eine neue Strategie für 2009 bis 2019 ausgearbeitet haben, dann wird man wissen, wieviel Geld für die Beseitigung aller Minen tatsächlich gebraucht wird. Bisher warteten die einheimischen Behörden vor allem auf (ausländische) Donatoren. Im Oktober 2007 haben die BiH-Streifkräfte von EUROR alle Kompetenzen zur Entminung übernommen. In BiH gibt es 35 akkreditierte Organisationen mit 3000 menschlichen Minensuchern, 1100 Detektoren, 90 Minensuchhunden und 30 Entminungsgeräten. Doch zur Zeit ist wegen Geldmangel nur ein Drittel der vorhandenen Kapazitäten aktiv...
"Die Kinder müssen wissen, welche Gefahr von den Minen droht", sagt Sead Muratoviæ, selbst Opfer einer Mine. "Wenn sie mich ohne ein Bein sehen, dann begreifen sie es. Aber das Problem ist, dass es noch andere Minen gibt - nicht im Gras, im Wald, sondern in den Häusern selbst: Weil die Väter dieser Kinder noch Explosivmaterial, Pistolen und Bomben im Haus haben."
Jeder fünfte Bürger ist bewaffnet

Laut einer Studie von UNDP ist praktisch jeder fünfte BiH-Bürger bewaffnet - legal, zum größten Teil aber illegal. Rund 500.000 Stück Waffen werden in Familienhäusern versteckt. Von Kriegsende (1995) bis 2003 sind laut UNDP 8000 Menschen durch Gebrauch illegaler Waffen zu Tode gebracht worden. In Bijeljina ist kürzlich ein fünfjähriges Kind getötet worden; sein sechsjähriger Freund hatte mit einem Maschinengewehr hantiert...
Die EUFOR-Aktion "®etva" (Ernte) zum Einsammeln privat gehorteter Waffen war durchaus erfolgreich, aber an Waffen, die absichtlich und hartnäckig versteckt werden, kam sie nicht heran.


Januar 2007

Lebensqualität: Platz 92 für Bosnien
Die amerikanische Zeitschrift "International Living" prüft regelmäßig die Lebensqualität in 196 Ländern der ganzen Erde; Kriterien sind Lebenskosten, Kultur, Umwelt, Wirtschaft, Freiheiten, Gesundheitswesen, Infrastruktur, Sicherheit und Klima. In der neuesten Erhebung befindet sich Bosnien im Mittelfeld - auf Platz 92 (mit 58 von möglichen 100 Punkten). Am besten wird Frankreich beurteilt (88 Punkte). Kroatien liegt mit 73 Punkten auf Platz 18, Slowenien mit 71 Punkten auf Platz 30, Serbien (und Montenegro) mit 53 Punkten auf Platz 130.

Idiotische Trennung des Kroatischen vom Serbischen
Weder Serben noch Kroaten seien eigene Völker oder Nationen, sondern "erdachte ethno-linguistische Gruppen auf dem Balkan", schreibt Prof. Dr. Wolf Oschließ vom Deutschen Institut für internationale Politik und Sicherheit im "Euroasiatischen Magazin" unter dem Titel "Balkanische Sprachen in der EU": Die Teilung in eine serbische und eine kroatische Sprache sei "Idiotie". "Serben, Kroaten und alle anderen bilden zusammen ein Volk. Ich erinnere an die Wiener Literaturvereinbarung von 1850, durch die bestätigt wurde, dass Serben und Kroaten eine gemeinsame Literatur- und Standardsprache haben." Als stark verantwortlich für die sinnlose Sprachtrennung sieht Oschließ die Kroaten, die sich "bedroht vom großserbischen Aggressor fühlen".

PRESSE - INFO DER CARITAS IM RUHRBISTUM - MAIL-FASSUNG
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit - Rudi Löffelsend


- 201/2006 - Essen, 18.12.2006

Paketaktion für den Balkan erfolgreich beendet - Caritas im Ruhrbistum bedankt sich bei Ehrenamtlichen für 8.000 Weihnachtspakete

Essen (cde) - Rund 8.000 Weihnachtspakete sind bei der diesjährigen Balkan Hilfsaktion für Bosnien und Kroatien gepackt worden. Das sind 4 Lkw mit insgesamt rund 100 Tonnen Grundnahrungsmitteln, Hygieneartikeln, Näh- und Strickutensilien. Der letzte Lkw wird morgen, am 19. Dezember 2006 am Magazin der Caritas im Ruhrbistum beladen.

„Bei der diesjährigen vorweihnachtlichen Hilfsaktion haben die Ehrenamtlichen im Bistum Essen einmal mehr ihre überwältigende Hilfsbereitschaft unter Beweis gestellt. Dafür bedanken wir uns bei den vielen Spendern und ehrenamtlichen Helfern in unserem Bistum. Ganz ohne Überzeugungsarbeit war für die Ehrenamtlichen, insbesondere die Caritas-Konferenzen klar: Wir machen auch in diesem Jahr wieder mit!“ so Rudi Löffelsend, Leiter der Auslandshilfe bei der Caritas im Ruhrbistum.

Das ist auch nötig, denn noch immer leben fast 300.000 Familien in Bosnien-Herzegowina nicht in ihrer Heimat, sondern innerhalb Bosniens in Notunterkünften oder fremden Häusern. Noch immer liegt die Arbeitslosigkeit bei rund 60 Prozent.

Und Löffelsend weiter: „Die Balkan Hilfsaktion der Caritas hat eine lange Tradition. Seit 12 Jahren tragen wir so das Anliegen der Auslandshilfe in die Pfarreien, wir ermöglichen eine sehr praktische Form der tätigen Solidarität und helfen zielgerichtet Menschen in Not auf dem Balkan.“

Neben zahlreichen Einzelpersonen hat sich auch die Gewürzfirma Werner und Co. aus Gelsenkirchen wieder beteiligt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen Samstag im Advent „geopfert“ und ehrenamtlich eine Sonderschicht gefahren um 5.500 Kg Gewürzmischungen herzustellen. Damit können ca. 1 Mio. Kg Fleisch-, Fisch- und Nudelgerichte gewürzt werden. Die Gewürze werden beim nächsten Transport nach Bosnien verschickt und dort an größere Einrichtungen der Caritas weiter verteilt.

Pressemeldung - für Caritas (Essen)

Pressedienst
Caritas im Bistum Essen verstärkt mit starken Partnern Aktivitäten der Jugendarbeit in Bosnien

Situation der bosnischen Jugendlichen besorgniserregendMehr als 70 Prozent aller bosnischen Jugendlichen wollen, zumindest für längere Zeit, das Land verlassen. So sehr unterschiedliche Meinungsumfragen und Studien. Mangelnde Perspektiven, besonders im Bezug auf Arbeitsplätze, die schlechte Ausbildung in Schulen und Hochschulen, die Isolation des Landes und die sich eher verstärkende ethnische Abgrenzung sind nur einige Gründe für den Unmut. Besonders bedenklich ist, dass Politik und Gesellschaft dieser Entwicklung relativ gleichgültig gegenüberstehen. Auch wachsende Kriminalität, Drogenabhängigkeit und Flucht zu nationalistischen Ideologien und Feindbildern führen nicht zu staatlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten.

Für das Büro der Caritas im Ruhrbistum bleibt daher die Förderung von Jugendarbeit einer der Schwerpunkte. Einen besonderen Stellenwert haben dabei Programme der Berufsfortbildung und Berufsorientierung, wobei bei Art der Kurse darauf geachtet wird, dass reale Beschäftigungschancen bestehen oder die Jugendlichen aufgrund ihrer neuen Kenntnisse und einer Minimalausstattung eigenes Einkommen erzielen können. Zur Zeit werden Kurse für Gartenbau, Textilarbeit, Haushaltspflege und Bürokommunikation angeboten. Teilfinanziert wird dieser Programmteil von RENOVABIS, der katholischen Solidaritätsaktion mit den Menschen in Osteuropa.
Das Auswärtige Amt finanziert eine Fortbildung der besonderen Art. Examenskandidaten der Germanistik, die meisten mit Migrationhintergrund aus Deutschland oder Österreich, sind eingeladen einen Intensivkurs „Wirtschaft und Recht“ zu besuchen, der gemeinsam mit dem „Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD)“ an den Universitäten Sarajevo und Banja Luka organisiert wird. Die Studentinnen und Studenten sollen so ihre sprachliche Kompetenz erhöhen und zugleich alternative Berufschancen erhalten.
Das Büro ist so zugleich in der Lage, kompetente Dolmetscher zu vermitteln.
Im Bistum Banja Luka, das überwiegend in der Entität „Serbische Republik“ liegt, sind seit dem ethno-nationalistischen Krieg Katholiken nur noch eine kleine Minderheit. Katholische Jugendliche geraten, aus unterschiedlichen Gründen, immer mehr in die Gefahr einer Ghetto-Situation. Das Büro bietet daher Kurse für Jugendgruppenleiter und Multiplikatoren in der katholischen Jugendarbeit an. Auftakt war ein Workshop zum Jugendpastoral, der in Zusammenarbeit mit der „Arbeitsstelle für Jugendseelsorge“ der Deutschen Bischofskonferenz durchgeführt werden konnte.Erfreulich ist, dass das Interesse und die Solidarität an und mit Bosnien nicht völlig abgenommen hat. So konnten auch in diesem Sommer eine Anzahl von deutschen Jugendgruppen zu Sozial- und Arbeitseinsätzen vermittelt werden. Weitere Informationen: www.wiso-bsonien.com

Pressemeldung – für Pressedienst DiCV Essen


Caritas im Ruhrbistum ist einer der Träger des „Deutschen Büros für wirtschaftliche und
soziale Entwicklung“ in Bosnien
Engagement bei langfristigen Strategien einer „Wirtschaft von unten“


Gemeinsam mit dem „Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM)“, Frankfurt ist die Caritas im Ruhrbistum Träger des „Deutschen Büros für wirtschaftliche und soziale Entwicklung“ in Bosnien und Herzegowina mit Sitz in Banja Luka. „CIM“ ist eine Stabsstelle der „Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ)“. Zu den Aufgaben des Büros gehören u.a.: Berufsausbildungs- und Fortbildungs-Maßnahmen für junge Erwachsene, die Etablierung einer Fachschule für Pflegekräfte, Ausbildungsprogramme in der Jugendsozialarbeit sowie die Förderung von Genossenschaften in den Bereichen Landwirtschaft, Gartenbau und Handwerk.
Ab Juli 2005 unterhält das Büro einen eigenen Informationsdienst für Bosnien unter www.wiso-bosnien.com.
Der Anspruch, dem sich das „Büro“ stellen will, ist, Modelle der internalisierten Sozialpolitik und einer wirtschaftlicher Entwicklung von unten zu verbinden.

„Eigentlich geht es um den Aufgabe, Ziele der katholischen Soziallehre in die Auslandshilfe zu übertragen“, so der Referatsleiter Ausland, Rudi Löffelsend. „Die unmittelbaren Bedürfnisse, gerade der jungen Bevölkerung, die unter der Perspektivlosigkeit des Landes am meisten zu leiden hat, aufzugreifen. Und das sind vorrangig Einkommen schaffende Maßnahmen.“

Bei der bisherigen Unterstützung des Landes bleiben soziale Notlagen weitgehend unberücksichtigt, die kurzfristig angesetzten Programme der humanitären Hilfen sind ausgelaufen, Projekte zur Verbesserung der Wirtschaftsstruktur und der Privatisierung lassen den Arbeitsmarkt unberücksichtigt. Die Probleme einer Transformationsgesellschaft wurden durch den „Krieg“ massiv verschärft. Auch 10 Jahre nach Kriegsende hat sich die Situation in Bosnien weder politisch, wirtschaftlich oder sozial stabilisiert. Das Land leidet nach wie vor unter hoher Kriminalität, Korruption und besonders unter einer mangelnden Rechtstaatlichkeit.

„Wer helfen will“, so Löffelsend“ „benötigt einen langen Atem, gute Konzepte und ein unerschütterliches Gottvertrauen“.



Presse-Info
des Caritasverbandes für das Bistum Essen e.
- 131/2005 -  
Essen, 11. Juli 2005

10 jähriges Gedenken an das Massaker von Srebrenica
Caritas im Ruhrbistum fordert die Fortsetzung der internationalen Hilfe
Trauerfeiern zeigen, Versöhnung, Aufarbeitung, Scham und Normalität
liegen noch weit

Essen/Sarajevo/Banja Luka (cde) - Sarajevo, 11. Juli, 7.30 Uhr: Die Menschen kommen zu spät zu ihren Arbeitsplätzen. Die „Mütter von Srebrenica (Majke Srebrenica)“ blockieren die Straßen. Aus Wut und Ärger, dass die „Sarajevo Transport GRAS“, die sich „in serbischen Händen“ befindet, den Transport der Gruppen, die heute zur Trauerfeier nach Srebrenica aufbrechen wollen, nennen wir es, „verzögert“.

Am Samstag erreichte der Trauerzug mit 610 Leichen die Gedenkstätte in Potoèari. Unter den Trauernden war der bosnisch-muslimische Präsident Sulejman Tihiæ. Seine serbischen und kroatischen Kollegen der multi-ethnischen Präsidentschaft waren nicht gekommen. Vielleicht begannen die Trauerfeierlichkeiten aber auch mit dem Fund von 25 Kilo Sprengstoff unweit des Mahnmals. Oder mit der Ausstrahlung des „Srbrenica-Videos“ das u.a. zeigt, wie sechs muslimische Zivilisten umgebracht wurden. Bekannt wurde, dass der zweistündige Film zu „Ausbildungszwecken“ für Spezialeinheiten gedreht wurde.

Während in Serbien eine zaghafte Diskussion über den ethno-nationalistischen Krieg und seine Ausprägungen, zu denen auch die Rolle der serbisch-orthodoxen Kirche gehört, begonnen hat, haben sich die Fronten in der serbischen Teilrepublik von Bosnien und Herzegowina eher verhärtet. In der „Republika Srpska“, in der die Caritas im Ruhrbistum ein ständiges Büro unterhält, spricht man eher von Fälschung, Propaganda, davon, dass auch die anderen Seiten Grausamkeiten begangen hätten

und besonders, dass der „Krieg“ notwendig gewesen sei, um einen „Genozid an den Serben“ zu verhindern. Thesen, die auch, vielleicht sogar besonders, von jungen Menschen vertreten werden.

„Dieser Tag der Trauer muss die Menschen in Europa daran erinnern, wie die internationale Gemeinschaft versagt hat, er muss aber besonders die Verpflichtung hervorbringen, langfristige und nachhaltige Hilfen fortzusetzen“, so Rudi Löffelsend, Leiter der Auslandshilfe des Caritasverbandes im Bistum Essen.

Löffelsend erinnert an einen Text, den der Literaturnobelpreisträger Ivo Andriæ 1920 geschrieben hat: „Sprechen wir vom Hass....Das Unglück besteht darin, dass der bosnische Mensch sich seiner gar nicht bewusst ist, obwohl er in ihm lebt; dass er vermeidet, den Hass zu analysieren und jeden hasst, der versucht, es zu tun.“
„Wir müssen dazu beitragen“, so Löffelsend, „diesen Hass, mitten in Europa, zu überwinden. Nicht mit neuen Ideologien, großen Theorien, sondern praktischem Tun, in der Jugendberufsbildung, bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und in der sozialen Hilfe. Das ist die Verpflichtung dieses Tages“.




Presse-Info
DER CARITAS IM RUHRBISTUM
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit - Rudi Löffelsend
- 135/2005 -  
Essen, 18. Juli 2005

Caritas im Ruhrbistum bietet neuen Fachdienst für Flüchtlinge und Migranten an
Rückkehrberatung soll den Fall ins Bodenfreie verhindern
Essen (cde) - Seit dem 01. Juli 2005 bietet die Caritas im Ruhrbistum einen neuen Dienst für Flüchtlinge und Migranten an, die Rückkehrberatung. Zielgruppe sind Flüchtlinge und Migranten, die vor der Frage der Rückkehr stehen, freiwillig bereit sind, sich mit dem Thema Rückkehr auseinander zu setzen. Gemeinsam mit den Flüchtlingen werden Perspektiven für eine Rückkehr in Würde entwickelt.

Die Angebote der Rückkehrberatung richten sich sowohl an Flüchtlinge, die sich noch im Asylverfahren befinden, an rechtskräftig abgelehnter Asylbewerber und an Flüchtlinge, die einen vorübergehenden Aufenthaltsstatus haben.

Es geht um Informationen, über die aktuelle Situation in den Herkunftsländern der Flüchtlinge, und um Hilfestellung nach erfolgter Rückkehr. Dabei arbeitet die Beratungsstelle eng mit IOM (International Organization for Migration), dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, und anderen Rückkehrberatungsstellen in NRW und der Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte, im Bereich der Migration (AGEF) zusammen.

Hinzu kommen viele Informations- und Hilfemöglichkeiten vor Ort, durch ein dichtes Caritas-Netzwerk, in den meisten Zielländern.

Im Bereich des Balkans ist die Caritas im Ruhrbistum selbst aktiv, auch bei einer begleiteten Rückkehr und Hilfestellungen bei der Re-Integration, kann so auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Die Rückkehrberatung ist installiert in der Caritas-Beratungsstelle auf der Zeche Ludwig, Kaninenberghöhe 2, 45136 Essen, Telefon 0201-81028-700.

Als Ansprechpartner stehen zur Verfügung:
Martina Lüdeke, Christoph Grätz und Martin Stockmann.

Sprechstunden nach telefonischer Vereinbarung.

Rudi Löffelsend
Caritasverband für das Bistum Essen
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Am Porscheplatz 1
45127 Essen
Tel. 0201 - 81028116
Fax 0201 - 81028837
mailto: Rudi.Loeffelsend@caritas-essen.de
http://www.caritas-essen.de